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Nach Auswertung der Messdaten von mehreren Monaten waren Schwingungsereignisse allein auf Grund der herrschenden Windverhältnisse vorhersehbar, und wir konnten sie in situ beobachten. Damals stellten wir fest, dass Regen offenbar die Schwingungsanfälligkeit begünstigte. Das Phänomen ist heute bestätigt und erforscht unter dem Begriff "Regen-Wind-Induzierte Schwingungen". Die Ursachenforschung dieser Schwingungen war aus ingenieursmäßiger Sicht weniger gefragt, da der Anregungsmechanismus vermutlich ohnehin nicht zu vermeiden wäre. Seinerzeit war allen beteiligten Ingenieuren klar, dass nur eine vergrößerte Dämpfung o.ä. zur Reduzierung dieser Schwingungen erfolgversprechend sein konnte.
Mit Hilfe unserer ständig laufenden Überwachungsmessung wurden dann Seile mit unterschiedlichen Dämpfungssystemen auf ihre Wirksamkeit erprobt. Beim Schwingen einer ganzen Seilschar auf der Köhlbrandbrücke konnten wir feststellen, dass auch ein heftig schwingendes Seil allein durch Festhalten mit der Hand im Laufe von ca. 1-2 min anzuhalten war. Das bedeutete aber, dass der laufende Energieeintrag in das Seil gering war und durch ein funktionierendes Dämpfungselement zu absorbieren sein musste.
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